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Zum Ende der Seite springen Abschied von der multikulturellen Gesellschaft
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gurkibaer gurkibaer ist männlich



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Dabei seit: 12.01.2008
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Abschied von der multikulturellen Gesellschaft Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Unter diesem provokativen Artikel, der ja wunderbar zu unserem Namen passt, erschien im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung letzten Donnerstag ein interessanter Aufsatz. Zuerst eine Bestandesaufnahme: "Wo er früher das harmonische Mit- oder zumindest Nebeneinander diverser Gruppen bezeichnete, die weitgehend ohne Einmischung des Staates ihrem Glauben nachgehen und ihre Eigenheiten kultivieren konnten, sind die Konnotationen heute weitaus weniger positiv: Parallelgesellschaften, Ghettobildung, mangelnde Integrationsbereitschaft. Diese Punkte erscheinen besonders relevant, wenn es um muslimische Zugezogene geht."

Der Autor stützt sich in seinen Ausführungen auf zwei kürzlich in Princeton erschienen Publikationen. Differenziert schaut er unter die Oberfläche und stösst auf ein Paradox: "Muslime galten nun einerseits aufgrund ihres Glaubens, der ihr gesamtes Wertesystem und Verhalten diktierte, als nicht integrierbar. Andererseits wurde gleichzeitig an einzelne Personen der Anspruch gestellt, sie müssten sich von ebendiesem Glauben emanzipieren, um sich voll in ihre neue Heimat zu integrieren."

Ein zweites Paradox, das ich auch so erlebe, sei "der Anspruch, dass Einwanderer sich zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Toleranz der Homosexualität verpflichten müssen, [. . .] Einheimische sind definitionsgemäss immer schon integriert, auch wenn sie die «Sexualdemokratie» ablehnen." So verlange die Gesellschaft von den Neuankömmlingen mehr als von den Alteingesessenen.

Ausserdem wird untersucht, wie die Parteien Muslime integrieren - und welche Auswahl. Damit bewirkten sie jedoch nicht die Erschliessung neuer Wählersegmente (z.B. "der Türken"), sondern eher eine Spaltung der "Migranten", sofern die als homogene Gruppe überhaupt bestehen.

Den ganzen Aufsatz incl. der Angaben zu den zugrunde liegenden Büchern gibt es hier zu lesen:
https://www.nzz.ch/international/abschied-von-der-multikulturellen-gesellsc
haft-ld.1349942


Wie erlebt Ihr das? Ähnlich? Anders?
07.02.2018 18:10 gurkibaer ist offline E-Mail an gurkibaer senden Homepage von gurkibaer Beiträge von gurkibaer suchen Nehmen Sie gurkibaer in Ihre Freundesliste auf
Gaskiya





Dabei seit: 28.08.2008
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RE: Abschied von der multikulturellen Gesellschaft Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Danke, Gurkibaer, habs mir gerade mal durchgelesen.

Mich stört an der Debatte grundsätzlich vor allem die Pauschalisierung "die Muslime". Nach meiner Erfahrung ist das Spektrum extrem breit. Der Islam, den ich im Senegal zum Beispiel kennengelernt habe, hat wenig mit dem zu tun, was ich Nordnigeria erlebte. Und sicher ist das im Iran noch mal anders, in Saudi-Arabien oder in der Türkei wieder anders.

Genauso breit scheint mir das Meinungsspektrum zum Thema Frauen und Islam zu sein.

Ich fand diesen Satz in dem Text recht interessant:
"Einen ganz anderen Zugang zur Integrationsdebatte hat Rafaela M. Dancygier, Politologieprofessorin an der Princeton University. Sie untersucht die Parteiensysteme westeuropäischer Staaten und fragt, weshalb Muslime in Deutschland und Österreich politisch massiv untervertreten sind, während in Grossbritannien und Belgien der Anteil gewählter lokaler Abgeordneter muslimischer Herkunft näher an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt. Diese Diskrepanz, so die Autorin, hat weniger mit einer allgemeinen Stimmung oder mit Ideologie zu tun als vielmehr damit, ob politische Parteien die Muslime als politische Ressource entdeckt haben."

Habe nur kurz in ihr Buch geschaut, hört sich interessant an. Wichtig wäre in diesem Zusammenhang, auf das Wahl- und Staatsbürgerschaftsrecht zu schauen. Da Frau Dancygier in hochrangigen politikwissenschaftlichen Zeitschriften publiziert hat, nehme ich an, dass sie in ihrer Forschung darauf eingeht. Ich würde aber vermuten, dass dort, wo es leichter ist, politische Rechte zu erlangen, auch die politische Repräsentation steigt.

Denn Menschen, die nicht wählen dürfen, sind für Parteien nicht interessant; ergo werden ihre Belange nicht im Parteiensystem abgebildet. In der Repräsentationstheorie gilt es insgesamt als wünschenswert, wenn politische Institutionen die Zusammensetzung der Bevölkerung zahlenmäßig widerspiegeln.

"Kulturelle Integration" ist natürlich eine gesellschaftliche Aushandlung. Sofern jemand aber nicht straffällig ist, hat sich der Staat nicht in seine Ess- oder Lebensgewohnheiten einzumischen.
07.02.2018 19:42 Gaskiya ist offline E-Mail an Gaskiya senden Beiträge von Gaskiya suchen Nehmen Sie Gaskiya in Ihre Freundesliste auf
fantale fantale ist männlich





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Tja, ein schwieriges Thema - allerdings eines, welches die meisten zumindest in den Großstädten nahezu täglich selber fühlen.

Und ich gebe frei zu, dass ich nicht zu den Gutmenschen mit Willkommenskultur für alle die denn irgendwie nach Europa kommen wollen. Nicht weil ich etwas gegen Multikulti habe oder irgendwelche Ressertiments gegen andere Bevölkerungsgruppen.

ABER:
erstens finde ich, dass Europa einfach schon selbst viel zu voll ist; natürliche Freiflächen gibt es kaum noch und auch für jene, die schon seit Generationen hier leben ist einfach zuwenig Bodenfläche vorhanden um bequem zu leben. Die Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie die Straßen, Eisenbahnen, Straßenbahnen und Linienbusse sind einfach ausgelastet bis überlastet - und nicht eine europäische Metropole wo die Leute nicht jammern, dass Wohnraum zu teuer geworden ist.
Gleichzeitig sind Gehälter und Löhne deutlich gesunken, da Arbeitskräfte, die sich mit weniger Geld zufriedengeben das Niveau gedrückt haben.

zweitens sollten Emigranten (Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge), die ihr eigenes Land, ihre Heimat, verlassen haben weil dort wegen herrschender Überbevölkerung entweder zuwenig Nahrung und Jobs zur Verfügung stehen oderdeshalb bereits Bürgerkrieg herrscht dankbar sein, wenn ihnen eine sichere Unterkunft geboten werden kann. Keinesfalls dürfen die Probleme von dort (zuviele Kinder, Streit mit anderen Bevölkerungsgruppen) nach Europa mitgebracht werden!

drittens kann/darf es nicht sein, dass sich die (Gast)geberländer in deren traditionell-freiem Leben umstellen müssen um dem Immigrierenden zu genügen. Wenn jemand meine Frau in Wien auffordert, längere Röcke anzuziehen um sein Auge nicht zu beleidigen - dann ist der Mann falsch am Platz und sollte sofort retourgesendet werden. Wenn ein Bruder seine Schwester ermordet weil sie mit einem Österreicher geflirtet hat > ganz falsch hier in Europa.
Tschetschenen, die sich mit Afghanen Schußwechsel liefern oder Nigerianer die bei den UBahnstationen den Fahrgästen Drogen verkaufen wollen > ganz falsch in Europa.

Unter diesen Aspekten finde ich so manches Zitat nicht sehr Paradox:

"Muslime galten nun einerseits ....... Andererseits ...... sie müssten ....... emanzipieren, ..... integrieren."
Da sehe ich kein Paradoxon: ALLE extremen Religionszugehörigkeiten haben in einer frei denkenden Gesellschaft nichts verloren bzw. zerstören die Freiheit derselben. Wir haben Gesetze denen gefolgt werden soll. Strikte Religionsausübung führt zum Kampf zwischen den Religionszugehörigkeiten. Emanzipierte Muslime können und werden sich shr gut in unserer Gesellschaft integrieren, oft werden die Nachbarn oder Mitarbeiter gar nicht wirklich merken, dass verschiedene Religionszugehörigkeiten vorliegen.

Auch das zweite Paradoxon sehe ich nicht als solches: Die Gesellschaft verlangt von den Neuankömmlingen nicht mehr als von den Alteingesessenen. Der Unterschied ist lediglich, dass Immigranten, die dies ablehnen (mit meiner vollen Zustimmung) ausgewiesen werden sollen, Einheimische hingegen ins Gefängnis gesteckt werden wenn sie gegen unsere "Sexualdemokratie" verstoßen.

Fest steht, dass Immigranten (die ja nach Europa kommen wollen) eigentlich dankbar sein sollten, wenn sie aufgenommen werden. Schon um ihre Dankbarkeit auszudrücken erwarte ich eine Anpassung an unsere gesetzlichen Vorgaben und die Bereitschaft, unsere Kulturen und Traditionen anzuerkennen.
Wahlrecht für Frauen sowie deren Recht auf Selbstbestimmung sind ja auch in Europa das Ergebnis politischer, sozialer Überlegungen. Ebenso de Freiheit für Homosexuelle sowie die freiwillige Begrenzung des Bevölkerungszuwachses innerhalb der Gesellschaft.

Mein Fazit: Multikulti JA aber in Europa ohne Änderung der in Europa erreichten gesellschaftlichen Strukturen. In anderen Ländern mögen andere Regelungen herrschen, die je nach deren Regeln gut oder schlecht sein mögen.
Diese Regeln dort wären durch die dortig Einheimischen zu ändern - der Kampf gegen unmenschliche Regeln möge unterstützt werden aber letztendlich dürfen auch wir uns dort nicht zu sehr einmischen...

__________________
Der Weg ist das Ziel. Zum Glück ist es ein weiter Weg.
07.02.2018 20:05 fantale ist online E-Mail an fantale senden Beiträge von fantale suchen Nehmen Sie fantale in Ihre Freundesliste auf
gurkibaer gurkibaer ist männlich



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Themenstarter Thema begonnen von gurkibaer
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Zitat:
Original von Gaskiya
Denn Menschen, die nicht wählen dürfen, sind für Parteien nicht interessant; ergo werden ihre Belange nicht im Parteiensystem abgebildet. In der Repräsentationstheorie gilt es insgesamt als wünschenswert, wenn politische Institutionen die Zusammensetzung der Bevölkerung zahlenmäßig widerspiegeln.

Sie sollten aber für die Parteien interessant sein, weil sie mittel- oder langfristig oft durch Naturalisation auch Stimmbürger des neuen Wohnlandes werden. Die CDU hatte mit dem Deutsch-Türkischen Forum (DTF) und dem Deutsch-Griechischen Forum (DGF) einmal einen solchen Ansatz. In der Schweiz hat die CVP in einem von 26 Kantonen die Vereinigung der Christlich Demokratischen Kosovaren (CDK). Allen dreien ist/war gleich, dass sie Leute suchten, welche gesellschaftlich ähnliche (konservative) Werte haben; Knochenarbeit, nicht schneller Erfolg...

Zitat:
Original von fantale
Wenn jemand meine Frau in Wien auffordert, längere Röcke anzuziehen um sein Auge nicht zu beleidigen - dann ist der Mann falsch am Platz und sollte sofort retourgesendet werden. Wenn ein Bruder seine Schwester ermordet weil sie mit einem Österreicher geflirtet hat > ganz falsch hier in Europa.
Tschetschenen, die sich mit Afghanen Schußwechsel liefern oder Nigerianer die bei den UBahnstationen den Fahrgästen Drogen verkaufen wollen > ganz falsch in Europa.

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass deine Frau zwar einen kürzer als knöchellangen Rock getragen hat, aber ohne ins andere Extrem zu fallen (vulgo breiter Gürtel). Dann bin ich mit dir ganz einverstanden (doch habe ich in Zürich schon Frauen jegwelcher Provenienz mit Röcken gesehen, die meiner Meinung nach kürzer als der gute Geschmack waren).
Den Rest würde ich gerne etwas präzisieren: Nicht nur Afghanen, die schiessen, nicht nur Nigerianer, die Drogen handeln, sondern alle, die schiessen, dealen, etc. gehören aus dem Verkehr gezogen.

Zitat:
Original von fantale
Strikte Religionsausübung führt zum Kampf zwischen den Religionszugehörigkeiten. Emanzipierte Muslime können und werden sich shr gut in unserer Gesellschaft integrieren,

Den ersten Satz unterschreibe ich sofort. Im zweiten Satz, müssten wir bei den Muslimen ergänzen: Emanzipierte Christen, Juden, Muslime, Hindus, ... können und werden sich sehr gut in unserer Gesellschaft integrieren. Ich sehe das Problem vor allem dort, wo die Leute es sehr eng sehen, nur das eine Wort wörtlich, am schlimmsten das Wort eines Führers und nicht das aus der Schrift. Da werfe ich Islamisten, ultraorthodoxe Juden, evangelische und hindusitische Fundamentalisten sowie vorkonziliare engherzige Katholiken in den gleichen Topf. Seit der Renaissance sind wir es im Abendland gewohnt, dass jeder selber denkt.

Zitat:
Original von fantale
Einheimische hingegen ins Gefängnis gesteckt werden wenn sie gegen unsere "Sexualdemokratie" verstoßen.

Die Vorstellung, dass zwei Männer miteinander... berührt mich persönlich doch etwas komisch und wer mich direkt darauf anspricht, dem sage ich das auch. Aber ins Gefängnis wurde ich deswegen noch nie gesteckt. Ich kenne auch Leute, die weiter gehen, das nicht akzeptieren und auf dem politischen Weg versuchen das zu ändern. Unbehelligt. Aber es sind Schweizer in der Schweiz. Ausländer die das gleiche sagen, haben es dann wesentlich schwerer mit der Einbürgerung, weil man vermutet, aus diesen Aussagen Rückschlüsse auf anderes ziehen zu können (Fanatismus, Extremismus, u.a.m.).

Zitat:
Original von fantale
Diese Regeln dort wären durch die dortig Einheimischen zu ändern - der Kampf gegen unmenschliche Regeln möge unterstützt werden aber letztendlich dürfen auch wir uns dort nicht zu sehr einmischen...

Fantale, da machst du es dir aber etwas zu einfach. Für dich und mich als Individuum mag es zutreffen. Aber wir als Schweizer (Glencore), Deutsche, Franzosen (Total Fina Elf) [oder auch als Regierung: Subventionen, Entwicklungshilfe, Embargo, Sanktionen] mischen uns in manchem Land in die Politik ziemlich massiv ein.
07.02.2018 21:44 gurkibaer ist offline E-Mail an gurkibaer senden Homepage von gurkibaer Beiträge von gurkibaer suchen Nehmen Sie gurkibaer in Ihre Freundesliste auf
fantale fantale ist männlich





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Zitat:
Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass deine Frau zwar einen kürzer als knöchellangen Rock getragen hat, aber ohne ins andere Extrem zu fallen (vulgo breiter Gürtel). .......... Den Rest würde ich gerne etwas präzisieren: Nicht nur Afghanen, die schiessen, nicht nur Nigerianer, die Drogen handeln, sondern alle, die schiessen, dealen, etc. gehören aus dem Verkehr gezogen.


Genau richtig. Immigranten aber halt auf Dauer weg, die Einheimischen kann man anderen Ländern (leider) nicht zumuten.

Zitat:
Ich sehe das Problem vor allem dort, wo die Leute es sehr eng sehen, nur das eine Wort wörtlich, am schlimmsten das Wort eines Führers und nicht das aus der Schrift. Da werfe ich Islamisten, ultraorthodoxe Juden, evangelische und hindusitische Fundamentalisten sowie vorkonziliare engherzige Katholiken in den gleichen Topf. Seit der Renaissance sind wir es im Abendland gewohnt, dass jeder selber denkt.


Genau das ist der Punkt! Auch die christlichen Gläubigen waren nicht immer gut - können Kanonen eigentlich immer noch gesegnet werden?

Zitat:
Die Vorstellung, dass zwei Männer miteinander... berührt mich persönlich doch etwas komisch


Das nennt man heute Homophobie - und unbedachte Äußerungen können durchaus auch Einheimischen Probleme machen!

Zitat:
Fantale, da machst du es dir aber etwas zu einfach. Für dich und mich als Individuum mag es zutreffen. Aber wir als Schweizer (Glencore), Deutsche, Franzosen (Total Fina Elf) [oder auch als Regierung: Subventionen, Entwicklungshilfe, Embargo, Sanktionen] mischen uns in manchem Land in die Politik ziemlich massiv ein.


Nope: ich bin bei Weitem nicht immer der Meinungen, dass unsere Regierungen und NGO's richtig handeln - aber ich kann es nicht ändern..

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07.02.2018 22:02 fantale ist online E-Mail an fantale senden Beiträge von fantale suchen Nehmen Sie fantale in Ihre Freundesliste auf
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Bei uns hier in Berlin brauche ich jetzt nur vor die Haustür zu treten um zu erleben, wie multikulti sich zu monokulti entwickelt. Multikulti fand ich richtig schön. Jetzt beschäftige ich mich mit Karl Popper und so. unglücklich
08.02.2018 00:18 nikaa ist offline E-Mail an nikaa senden Beiträge von nikaa suchen Nehmen Sie nikaa in Ihre Freundesliste auf
Gaskiya





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Zitat:
Original von nikaa
Bei uns hier in Berlin brauche ich jetzt nur vor die Haustür zu treten um zu erleben, wie multikulti sich zu monokulti entwickelt. Multikulti fand ich richtig schön. Jetzt beschäftige ich mich mit Karl Popper und so. unglücklich


Hat Popper dazu was geschrieben? Kenne ihn bloss als Wissenschaftstheoretiker.

Sonst: so unterschiedlich kann das sein. Hier im Südwesten mit sehr geringem Ausländeranteil würde ich noch nicht mal von Multikulti reden. Auch die paar Flüchtlinge fallen kaum auf. In den umliegenden Gemeinden noch deutsche mehr "Monokultur". Vielleicht stimmt einfach was mit der geografischen Verteilung von Bevölkerungsgruppen nicht.
08.02.2018 15:46 Gaskiya ist offline E-Mail an Gaskiya senden Beiträge von Gaskiya suchen Nehmen Sie Gaskiya in Ihre Freundesliste auf
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Für wien habe ich gestern zufällig einen Artikel über Mietpreise (unfaire Mietpreise) gelesen.

Dem zufolge gab es 2017 einen Wiener Gemeindebezirk mit einem Ausländeranteil > 50 % und drei weitere > 45 %. Es sind naturgemäß vor allem diese Bezirke, wo man (Frau) in Gefahr läuft, auf der Straße angepöbelt zu werden.

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08.02.2018 18:49 fantale ist online E-Mail an fantale senden Beiträge von fantale suchen Nehmen Sie fantale in Ihre Freundesliste auf
Dietmar Dietmar ist männlich



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Zitat:
Original von fantale

Und ich gebe frei zu, dass ich nicht zu den Gutmenschen mit Willkommenskultur für alle die denn irgendwie nach Europa kommen wollen. Nicht weil ich etwas gegen Multikulti habe oder irgendwelche Ressertiments gegen andere Bevölkerungsgruppen.

ABER: ...................................


Ich finde deinen einleitenden Beitrag sehr passend. Er entspricht weitestgehend meiner Meinung, besonders das ABER.....
Religionen dienen, meiner Auffassung nach, mehr Trennen von Menschen als zum Näherbringen. Das fängt schon mit dem Religionsunterricht in der Schule an.

Mit Multikulti bin ich ebenfalls skeptisch geworden. Mir hat sich noch nicht erschlossen, welche Bereicherung uns extreme Religiösität / Kultur von Muslimen bringt. Extreme Religiösität ist bei Muslimen wesentlich häufiger anzutreffen als bei Christen.

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"Die Glocke stört, es stört der Muezzin. / Man bringe sie zum Schweigen, die wie ihn." (Peter Hacks)
09.02.2018 12:32 Dietmar ist offline E-Mail an Dietmar senden Beiträge von Dietmar suchen Nehmen Sie Dietmar in Ihre Freundesliste auf
baobab69 baobab69 ist weiblich





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Dietmar, ich sehr das ähnlich.
Nun komme ich aus dem Rheinland, hier lassen wir die Leute, wie sie sind, das ja. Es ist hier nicht so extrem wie in B- Neuköln, DU- Marxloh oder Hochfeld oder DO- Nord. Dennoch meine ich, einen Wandel festzustellen, das betrifft besonders die jüngeren Generationen der Menschen mit Migrationshintergrund, die vl schon mit dt Paß geboren werden. Ich denke da an die mit muslimischen Wurzeln und an die Erdogan-Anhänger und deren Demos in Köln, das war dann auch was, was sogar die Toleranz vieler Kölner angefressen hat.
Ich hatte neulich bei einem kathol Schulgottesdienst ein Erlebnis mit drei Damen, eindeutig muslischer Herkunft (Kleidung!), die sich dermaßen im Gottesdienst daneben benahmen, da ging nur noch Dauer- Fremdschämen. Auf mehrfache Ansprache haben die nicht reagiert bzw ignoriert- und als ich sie später, noch in der Kirche, zur Rede stellte, waren sie total ahnungslos. Zwei voll verschleiert und eine halb nackt, also kaum bekleidet, ganzkörperrasiert und aufreizend geschminkt. Die rannte ständig mit ihrem Handy hin und her und filmte sogar den Segen, was die Pfarrer und Pastoren hier nicht möchten. Ich fragte sie drei, wie es denn wäre, wenn ich mich in einer Mosche so aufreizend kleiden und so unpassend benehmen würde, ob die das auch so lustig fänden. Darauf sprang mir die eine vollverschleierte, die excellent Deutsch sprach, fast ins Gesicht...
Respekt geht anders. Aber verlangen für sich tun sie ihn.

(Wer nicht weiß, wie man sich in einem kath Kirchenhaus benimmt, kann das googeln oder fragen. Muß ich ja auch, wenn ich im Ausland einen Tempel oder eine Mosche besuchen möchte. Oder?)
Und dann die andere Sache. In "meiner" dt-afro Spielgruppe gibt es eine junge Leiterin, deutsch, nett, gebildet, Akademikerin, der traue ich viel zu an Verstand und Klugheit. Ihr Mann Muslim , aus dem Senegal oder so. Sie passt sich an. Ich weiß nicht, von wem das gefordert wird von der Familie. Egal. Aber geht es um Gruppenthemen oder Treffen: dann werden ganz gerne muslimische Feiertage als Gruppenthemen zelebriert, die einzige Ausnahme ist Adventstreffen. Einmal fiel das Opferfest mit dem Erntedankfest zusammen. Ich dachte, wäre doch schlau, man würde dann beides paralell und zusammen feiern und darüber erzählen. Ich schlug das vor. Nein, es musste das Opferfest sein. (Ich hab den Erntedank dann separat gefeiert und bin demzufolge dann nicht dort hin). Und irgendwo höre ich dabei raus, dass man uns auch bekehren möchte?

Muslimen und Christen sind hier die dominantesten Religionen, ich meine, solange jeder nach seiner Facon seelig wird ok, Bekehren und dominant auftreten finde ich unpassend.
Ich hab hier noch nie was von Bhuddisten, Juden oder Hindus gehört, die so offen ihre Feiertage und Glauben ausrichten. Sich mit Bekehrungsständen in der Fußgängerzone aufstellen. Oder Bildungsstätten anbieten, Deutschkurse usw. Und mit Sicherheit davon haben wir im Rheinland auch genug.

Was mich stört, sind von diesem multikultiDachverband dieser Spielgruppe ein Seminar anzubieten für Kinder, die muslimisch aufwachsen (Die Zielgruppe dieses Dachverbandes sind im Schwerpunkt: mit einem Ausländer verheiratete deutsche Frauen und Akademiker, Multiplikatoren, die irgendwie mit diesem Thema zu tun haben und andere Familienkonstellationen mit multikulti, allerdings eher die gehobene Bildungsschicht)
In der Art wie (ich muß den Titel mal raussuchen) : "wie schütze ich mein Kind vor muslim-feindlicher Anmache/ wie geht man damit um".
Hab so ein Angebot noch nicht gesehen für Kinder, die christlich bzw nicht- muslimisch erzogen werden.
Oder für Kinder, die als weiße Deutsche als Minderheit in einer multikulti- Schule in D angemacht und gemobbt werden.
10.02.2018 02:09 baobab69 ist offline E-Mail an baobab69 senden Beiträge von baobab69 suchen Nehmen Sie baobab69 in Ihre Freundesliste auf
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