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Zum Ende der Seite springen Unterstützung von Angehörigen von der Steuer absetzen
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Kenyacane
unregistriert
Unterstützung von Angehörigen von der Steuer absetzen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Wer kann mir zu o. g. Thema aktuelle Informationen geben? Welche Dokumente müssen beigebracht werden, damit man die finanzielle Unterstützung von Angehörigen ersten Grades von der Einkommensteuer absetzen kann? Es ist wohl von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ich wohne in Hessen.
Ich meine, dass dieses Thema hier schon gelaufen ist, habe aber über die Suchfunktion nichts gefunden.
13.10.2013 00:21
Bellacasa Bellacasa ist weiblich





Dabei seit: 16.01.2008
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RE: Unterstützung von Angehörigen von der Steuer absetzen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Hier gehts jetzt um NRW.
Bei uns wurden in den ersten Jahren sogar Western Union Belege anerkannt.
Irgendwann hats dann nicht mehr so reibungslos geklappt.
Seit ca. 4 Jahren überweist mein Ex per Bank zu seinem Onkel (ident. Familienname)
und schreibt bei Verwendungszweck dann z.B. " Houserent for my mother "
Diese Überweisungen bekommst du in jeder Bank.
Sie heissen Zahlungsauftrag im Aussenwirtschaftsverkehr.

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13.10.2013 09:33 Bellacasa ist offline Homepage von Bellacasa Beiträge von Bellacasa suchen Nehmen Sie Bellacasa in Ihre Freundesliste auf
nikaa nikaa ist weiblich



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Also mein Mann schickt ja auch regelmäßig das Schulgeld für seine Kinder in Afrika und wir hatten vor längerer Zeit auch schon mal überlegt, ob er das irgendwo irgendwie anrechnen lassen kann. Wir fanden es dann aber doch ziemlich kompliziert und haben das dann erstmal verschoben. Ich werde das Thema aber mal wieder meinem Mann ans Herz legen, denn er verdient ja jetzt etwas mehr als früher und es würde sich vielleicht jetzt rechnen.

Ich finde auf dieser Seite findet man schon mal einige hilfreiche Informationen zu diesem Thema:

http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/...en-ausland.html

Und hier kann man sich das zweisprachige Formular zur Unterhaltserklärung raussuchen:

https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/...do?%24context=0


Wenn man sich das Formular durchliest, sieht man schon, was man alles an Nachweisen und Dokumenten erbringen muss.

Man muss auch daran denken, dass ja alles übersetzt werden muss und vieles auch noch beglaubigt und das kann ganz schön ins Geld gehen und dies kann wohl nicht von der Steuer abgesetzt werden.

Viel Glück auf jeden Fall!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nikaa: 13.10.2013 15:45.

13.10.2013 15:40 nikaa ist offline E-Mail an nikaa senden Beiträge von nikaa suchen Nehmen Sie nikaa in Ihre Freundesliste auf
Bellacasa Bellacasa ist weiblich





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Wie immer in der dt. Bürokratie Augenzwinkern ist es "Glückssache" ...
mit welchen Beamten, Sachbearbeitern wir es zu tun haben...
Wir/er brauchte noch nie irgendwelche Formulare bringen.
Dieser Überweisungsschein reicht zur Anerkennung vollkommen aus.
Er hat lediglich mal Adresse und Daten genannt.

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13.10.2013 19:30 Bellacasa ist offline Homepage von Bellacasa Beiträge von Bellacasa suchen Nehmen Sie Bellacasa in Ihre Freundesliste auf
baobab69 baobab69 ist weiblich





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Moin zusammen,

absetzen geht, ja. im ersten moment ewas mühsam, bis sozusagen die stammdaten beim finanzamt bzw steuerberater bzw lohnsteuerhilfeverein vorliegen. wenn ich über viele jahre zahle, lohnt es sich, weil danach nur noch veränderungen und immer die jährliche summe bescheinigt werden muss.
das geht auch, wenn man nicht geld schickt über die großen geldverschicker, das geht auch, wenn man im rahmen des heimatbesuches geld dort lässt.
für schulgeld und püfungsgebühren haben wir extra belege noch dazu getan zu den monatlichen unterhaltszahlungen- nachweisen.

wenn die mutter krank war, schickten wir auch geld.

es gibt grenzwerte, bis zu welchem betrag jährlich geldleistungen anerkannt werden können und für welchen personenkreis.

die direken eltern und leiblichen kinder in ausbildung und auch danach geht grundsätzlich schon.

ich würde mich da bei einer der og organisationen speziell für den eigenen fall erkundigen. die kennen die nötigen formulare und auch wie das hiesige finanzamt damit umgeht. und wenn man zum beispiel keine unterhaltstitel und vaterschaftsanerkennung für das kind beitreiben kann (was in deutschland in solchen fällen nötig wäre), können sie auch sagen, welche ersatzdokumente möglich sind.

wir sind sehr froh über diese möglichkeit, denn überall, wo man unterhaltsleistungen absetzen kann, zum beispiel auch beim wohngeldantrag, habe ich diese nachweise gebraucht. das ist immer zu unserem vorteil ausgegangen.

viel erfolg

lg
baobab69
14.10.2013 09:37 baobab69 ist offline E-Mail an baobab69 senden Beiträge von baobab69 suchen Nehmen Sie baobab69 in Ihre Freundesliste auf
lichtengel lichtengel ist weiblich



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Wir haben es beantragt, regelmaessige moneygram zahlungen an dieselbe person als familienunterhalt...
weiss noch nichts, da das finanzamt etwas hinterherhinkt mit 2012, das sollte wohl erst Ende Maerz werden, 2014 versteht sich...

Augen rollen Augen rollen Augen rollen Augen rollen Augen rollen

__________________
und wenn der nebel in den tälern zwischen den bergen sich lüftet, sieht man, dass alles verbunden ist...
25.10.2013 16:30 lichtengel ist offline E-Mail an lichtengel senden Beiträge von lichtengel suchen Nehmen Sie lichtengel in Ihre Freundesliste auf
Kenyacane
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An alle nochmals vielen Dank für Eure Beiträge und Tipps. Trotzdem hat das Finanzamt in Frankfurt am Main es abgelehnt, die Unterstützungsleistungen meiner Frau an ihren Vater in Kenya zu berücksichtigen. Grund: "Es wurde nicht nachgewiesen, dass die unterhaltsberech-
tigte Person (mein Schwiegervater) aus gewichtigen Gründen keiner oder nur in geringem Umfang einer Beschäftigung gegen Entgelt nachgehen konnte." So stand es in bestem Beamtendeutsch in unserem Steuerbescheid für 2012, den ich heute erhalten habe, geschrieben.
EINE ABSOLUTE UNVERSCHÄMTHEIT! Mein Schwiegervater ist 61 Jahre alt und hat keine Berufsausbildung. Auch in Deutschland, wo wir keine 40% Arbeitslosenquote haben, hätte er keinen Job.
Aber so ist es leider in Deutschland. Die Herrschenden und ihre Helfershelfer, die Finanz-
ämter lassen den kleinen Mann im Schatten stehen, während sie für die fehlgeschlagenen Monopoli-Spiele der Bänker geradestehen.
Ich werde natürlich gegen meinen Steuerbescheid Einspruch erheben!
15.02.2014 00:42
karibu karibu ist weiblich



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Ich weiß, es hilft mein Beitrag hier nicht viel weiter ...

Eine Bekannte von mir hatte das ein paar Jahre erfolgreich praktiziert, mit Western Union Belegen in Verbindung mit einer Bestätigung seitens Kenia auf einem deutschen, mehrsprachigem Formular, dass die unterstützten Familienmitglieder (Eltern, Geschwister, Kinder) arbeits- und mittellos sind.
Konstellation war: sie Deutsche, er Kenianer in Deutschland lebend, mit gemeinsamer Steuererklärung.

Inzwischen funktioniert das wohl aber auch nicht mehr.

Wer also zu diesem Thema wirklich brauchbare Tipps hat, dem wäre auch ich dankbar.

Aber vor allem zählt ja im Moment die Diätenerhöhung um 10 Prozent ... danke an alle, die diese Regierung wieder gewählt haben.

LG, karibu
15.02.2014 03:09 karibu ist offline E-Mail an karibu senden Homepage von karibu Beiträge von karibu suchen Nehmen Sie karibu in Ihre Freundesliste auf
baobab69 baobab69 ist weiblich





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Widerspruch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Hallo Kenyacane,
Hallo Karibu,
Hallo an alle,

bitte lass mich/ uns wissen, wie das Finanzamt die Nichtanerkennung der Unterhaltsleistungen begründet. Meines Wissen kann es nur 3 Möglichkeiten geben:
fehlende Abzugsmöglichkeit, dh, über andere Abzugsmöglichkeiten bzw Rechnungen seid Ihr schon so weit runter gerechnet, dass die Unterhalteslesitungen nicht mehr zur Abzugswirkung kommen
oder
Eure Beträge übersteigen die Maximalgrenze des Betrages, was an maximaler Unterhaltsleistung für Kenia anerkannt wird (es gibt Tabellen dazu, nach Länger geordnet, über die Maximalbeträge)
oder
es handelt sich um die falschen Personen, also dass der Verwandtschaftsgrad zu entfernt ist.
Da es sich aber dabei um Eltern und Kinder handeln soll, müsste der Verwandschaftsgrad gegeben sein. Bei Geschwistern ist das schon anders.

Das ist ähnlich wie die Unterhaltspflicht lt. BGB, das geht auch nach Verwandtschaftsgrad, wer primär wem was zu zahlen hat (im Falle dass) und wer erst im späteren Verlauf unterhaltspflichtig wird.


In jedem Fall, lege Einspuch ein, lass Dir die Ablehnung begründen, dann weisst Du, was Du als nächstes zu tun hast (oder welche Papiere Dir noch zur Anerkennung fehlen).

Viel Erfolg!
PS Bei uns ist jetzt die Steuer für 2012 auf dem Weg zum FA. Darin enthalten die Unterhaltsleistungen an den volljährigen Sohn nach Ghana, welcher noch zur Schule geht. Ich lasse die Steuer von einem Lohnsteuerhilfeverein vorbereiten. Von denen kam kein Veto, dass die Unterhaltsnachweise nicht mehr benötigt werden würden (wegen evt Gesetzesänderung/ keine Anerkennung mehr).

lg
baobab69
16.02.2014 11:48 baobab69 ist offline E-Mail an baobab69 senden Beiträge von baobab69 suchen Nehmen Sie baobab69 in Ihre Freundesliste auf
Blaise Blaise ist männlich



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Herkunft: von Mama

RE: Widerspruch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

Zitat:
Original von baobab69
... bitte lass mich/ uns wissen, wie das Finanzamt die Nichtanerkennung der Unterhaltsleistungen begründet.


Zitat:
Kenyacane hat geschrieben
... Grund: "Es wurde nicht nachgewiesen, dass die unterhaltsberech-
tigte Person (mein Schwiegervater) aus gewichtigen Gründen keiner oder nur in geringem Umfang einer Beschäftigung gegen Entgelt nachgehen konnte."


Welchen Grund willst Du noch?

Grüße,

Blaise

__________________
Aus "Loriots Kommentare":
Ich liebe Politiker auf Wahlplakaten: Sie sind tragbar ... geräuschlos ... und leicht zu entfernen.
16.02.2014 12:32 Blaise ist offline E-Mail an Blaise senden Homepage von Blaise Beiträge von Blaise suchen Nehmen Sie Blaise in Ihre Freundesliste auf
Kenyacane
unregistriert
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Heute habe ich den Brief vom Finanzamt bekommen. Sie haben sich mehrere Monate Zeit gelassen um mir mitzuteilen, dass mein Einspruch unbegründet ist, stellen mir aber nun eine Frist bis Ende diesen Monats für meine Entscheidung, ob ich den Einspruch aufrecht erhalte. Die Begründung lief im Großen und Ganzen darauf hinaus, dass mein Schwiegervater mit damals 59 Jahren noch nicht im Rentenalter wäre. Es gibt seit 2007 ein Gesetz in Hessen, dass Unterstützungsleistungen nur für über 65-jährige im Ausland lebende Verwandte 1. Grades (nur Eltern oder Kinder) von der Steuer abgesetzt werden können.
Nachden die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer in Kenya 62 Jahre (Quelle: CIA) beträgt, ist das Finanzamt der Gewinner und muß nichts bezahlen.
In dem Schreiben des Finanzamts, das übrigens von § und BFH-Urteilen wimmelte und in einer mir fremden Sprache (Beamtendeutsch) geschrieben war, schoben sie auf einmal noch andere Gründe (z.B.: Schwiegervater hat ein Haus u. betreibt kleine Landwirtschaft) nach. Außerdem hätte ich nur Belege für 3501 EUR beigefügt. Kann ja sein, aber es sind ja sowieso nur 1800 EUR absetzbar.
Das was dem Fass aber die Krone ins Gesicht schlägt ist folgendes: Wegen meines Einspruchs ist das Finanzamt verpflichtet, dass die Sache (also mein Steuerbescheid) in vollem Umfang erneut überprüft wird um die Steuer höher als bisher festzusetzen. Das nennt sich im Beamtendeutsch "Verböserung" (nie gehört!). Sie haben mir dann auch gleich ein Formular zum Ausfüllen wg. meines häuslichen Arbeitszimmers beigefügt, das ich bisher (da Außendienstmitarbeiter) immer steuerlich abgesetzt habe. Unter anderem soll ich jetzt eine Skizze der Wohnung schicken und darstellen, was sich in dem Büro befindet.
Ich hoffe, dass meine Rechtschutzversicherung sich mit diesem Fall befaßt.
Ich möchte am liebsten auswandern, nur wohin?
07.06.2014 01:45
ida.lea ida.lea ist weiblich





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Zitat:
Original von Kenyacane
... Sie haben mir dann auch gleich ein Formular zum Ausfüllen wg. meines häuslichen Arbeitszimmers beigefügt, das ich bisher (da Außendienstmitarbeiter) immer steuerlich abgesetzt habe. Unter anderem soll ich jetzt eine Skizze der Wohnung schicken und darstellen, was sich in dem Büro befindet.
...


Guten Morgen, Kenyacane!
Das mit der Wohnungs- und Arbeitszimmerskizze ist ziermlich normal, es ist eher verwunderlich, dass Du Dein AZ bisher ohne solch eine Beschreibung steuerlich absetzen konntest.
Ich kenne es so, dass man sie einmalig mit einreicht und das reicht dann, so lange Deine Wohn-/Arbeitszimmerverhältnisse sich nicht ändern.

Zu den anderen Sachen kann ich nichts sagen, da wissen andere hier oder bei info4alien aber sicher Bescheid.

LG

__________________
Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt.
Wilhelm Busch
07.06.2014 08:38 ida.lea ist offline E-Mail an ida.lea senden Beiträge von ida.lea suchen Nehmen Sie ida.lea in Ihre Freundesliste auf
Tusker79 Tusker79 ist männlich





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Da mein Schwiegervater dieses Jahr 65 Jahre alt wurde, möchte ich ab sofort die Zuwendungen an ihn und seine Familie wieder von der Steuer absetzen. Das war hier in Hessen, wo ich derzeit wohne, für ungefähr ein Jahrzehnt lang nicht möglich. Früher war es kein Problem, aber seit etwa 2004 konnte man nur noch Personen über 65 unterstützen. In anderen Bundesländern spielte das Alter des bedürftigen Unterstützten offensichtlich nie eine Rolle. Hat jemand von Euch aktuelle Erfahrungen zu diesem Thema? Besonders Hessen und speziell Frankfurt am Main würde mich interessieren.
Ich freue mich im Voraus über zahlreiche Antworten.
Tusker79
der früher Kenyacane hieß, aber aus unerklärlichen Gründen mit diesem Namen aus dem Forum entfernt wurde.
08.12.2017 01:27 Tusker79 ist offline E-Mail an Tusker79 senden Beiträge von Tusker79 suchen Nehmen Sie Tusker79 in Ihre Freundesliste auf
baobab69 baobab69 ist weiblich





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Hallo Tusker,

also, dass die FÄ so landesspezifisch unterschiedlich reagieren, wundert mich.
Nehme ich mir eine bürgerorientieres Fachbuch zur Erstellung der Steuererklärung zur Hand, ging ich bisher davon aus, dass die Informationen und Ausfüllhilfen bundesweit einheitlich gelten??? Ich wohne in NRW.
Also es gibt nach MEINEM aktuellen Stand die Unterscheidung nach dem Alter unter oder über 25J alt und in der Ausbildung oder nicht. In unserem Fall wurde unser Sohn 25J alt und studiert noch. Und jetzt ändern sich die Beträge ab dem 25.Geburtstag, die wir absetzen können, unabhängig vom Studium/ Ausbildung, was vorher noch eine Rolle spielte.-
Für unsere neue Beraterin sind wir ein Präzisenfall, da sie bisher mit anderen Ausländerfamilien zu tuen hatte, aber noch nix afrikanisches dabei, und wir arbeiten uns am FA ab, was die haben wollen und anerkennen wollen, wenn nein, warum nicht, unsere Beraterin legte sich für uns auch schon doll ins Zeug, diskutiere ewig am Telefon wegen meiner Schwiegermutter...FA blieb hart (folgt unten).
Und es muß eine Familienzugehörigkeit da sein, also Cousin geht wohl nicht, nur engste Familie, FA sind schon genug verwirrt, wenn engste Familienangehörige weder Vaterschaftsanerkennung, noch Unterhaltstitel noch Namensgleichheit haben.
Fakt ist, dass das FA ziemlich viel Steß macht mit den Formularen und Nachweisen und es gibt jährliche Länderhöchstbeträge, wer die überschreitet, sei es, weil das Studium/ Ausbildung so teuer ist oder weil man eine OP der Mutter bezahlt hat, dann ist das Pech. Privatvergnügen.
Auch Kinder in Afrika in der Ausbildung werden nicht einheitlich anerkannt. Dass es dort kein duales System, noch Ausbildungsmarkt, noch Harzt4 gibt, noch Mindeslohn für Anlernberufe gibt, dass eine Collegausbildung Basis ist für einen Beruf, von dem man leben kann, interessiert nicht. Also wir kämpfen jetzt mit dem FA, dass der Sohn, der auf dem Collegen ein Studium mit praktische Teil durchläuft, anerkannt wird, OBWOHL das FA meint, er hätte nicht unbedingt studieren müssen und wenn schon, dass nicht mehr in seinem Alter, außer dazwischen war ein FSJ, Bundeswehr oder Bufti (hallo, der kriegt gar kein Visum für D!), was daraus hinausläuft, dass wir aufhören sollen abzusetzen oder aufhören Geld zu schicken..dass er dann arbeitsls oder als Cocosnußverkäufer auf der Strasse stehen könnte (inkl Blamage für seinen Vater im "reichen" D) oder sich gar auf den Weg nach Europa macht, wäre die logische Konsequenz.

In einem anderen Beitrag hab ich mit Dietmar eine interessante Unterhaltung gehabt über dieses Thema, ich schlage vor, mal dort nachzulesen.
Auf alle Fälle empfehle ich zu dem Thema, sich fachliche Beratung zuzuholen, evt reicht schon eine einmalige, nur dass man mal die individuellen Spielregeln für sich und die Familie in Afrika weiß, welches Formular wann wohin zu schicken ist, wer das ausfüllen und abstempeln muß, und welche Papiere im Einzellfall gebraucht werden.
In unserem Fall konnten sämtliche Gelder für meine Schwiegermutter NICHT abgesetzt werden (inkl OP Kosten), weil sie die Gelder nicht selbst von der Bank abgeholt hat. Sie ist fast blind, ist Analphabetin und sitzt seit dem Oberschenkelhalsbruch im Rolli, über 90J alt, wohnt auf dem Dorf, kann also alleine eh nicht weg und wird bei Stadterledigungen von einer Nichte unterstützt, die Englisch spricht, schreiben und lesen kann und einen Nationalpaß besitzt. Die holte dann das Geld ab, bezahlte die Rechnung usw, das war dann aber falsch... Also sie muß alles eigehändig unterschreiben und jeden Monat das Geld selbst abholen unter Vorlage eines offiziellen Ausweispapieres (Kopie davon an das FA) und noch "einen Schuhkarton voll Papierkram" beibringen, dann -vl- lässt sich das FA -nach strenger Prüfung- auf eine evt Anerkennung ein. Evt und vl.

Ich verstehe voll und ganz, dass soviele nach Europa flüchten. Vl nicht deshalb, aber ein Asylantrag auszufüllen und wenigsten vorübergehend Geld zu beziehen, ist vermutlich einfacher, als Geld zum Unterhalt nach Afrika (auch, damit letztlich die Leute in Afrika bleiben und nicht anderswo dem Staat auf der Tasch liegen würden) steuerlich abzusetzen.... Teufel Teufel Teufel
08.12.2017 15:49 baobab69 ist offline E-Mail an baobab69 senden Beiträge von baobab69 suchen Nehmen Sie baobab69 in Ihre Freundesliste auf
Gaskiya





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Hi Baobab,

bist du sicher, dass sich der Kampf mit dem Finanzamt lohnt? Steuer absetzen lohnt sich doch nur, wenn es sich um große Summen handelt, die man zahlt, und wenn man auch entsprechend viel Einkommen hat, um überhaupt relevante Summen zurückzubekommen, oder ob du die maximale Rückerstattung nicht durch andere Posten bereits ausgeschöpft hast.

Mein Ex hat lange so wenig verdient, dass es sich praktisch nicht gelohnt hätte. Die paar Euro hat er dann über Werbungskosten zurückbekommen.
Mehr als du gezahlt hast, kriegst du eh nicht erstattet. Kommt natürlich immer auf die Steuerklasse an. Bei 4/4 haben wir normalerweise was wiedergekriegt, bei 3/5 oder 5/3 waren wir immer bei +/-0. Der Steuerberater hat dann mal 200 Euro rausgeholt - hat aber auch 200 Euro gekostet. Seither mache ich nur noch eine 0815 Steuererklärung ohne Trickkiste.

Generell verstehen deutsche Behörden selten, wie das in anderen Ländern läuft. Aber wenn du haufenweise Papiere besorgen musst (die können in Afrika ja durchaus auch was "kosten" - und wenn es das Porto ist, das du der Familie zahlst, damit sie was schicken sollen) - bringt es was?
08.12.2017 18:13 Gaskiya ist offline E-Mail an Gaskiya senden Beiträge von Gaskiya suchen Nehmen Sie Gaskiya in Ihre Freundesliste auf
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@ Gaskiya,

ja, bei uns lohnt es sich eh, wir bekommen immer "ordentlich" was raus und da lohnt es sich, um jeden Euro zu feilschen. Die Werbungskosten sind bei uns IMMER und legal massiv höher als die Pauschale und das andere "Kleinvieh" macht auch Mist, Außergewöhnliche Belastungen ist ein fetter Posten bei uns, Unterhaltssache gehören auch dazu.
Wir haben zwar nicht mächtig viel Einkommen, zahlen aber beide Steuern und da auch Stkl 6 im Spiel ist, mächtig Steuern. Und vom Geld lebt nicht nur die Familie in D..

Die Beraterbeträge setzte ich dann wieder ganz legal ab und da wir wieder (nach einem kurzen, aber schlieslich unbefriedrigendem und teuere Ausflug zu einem normalen Steuerberater) im Lohnsteuerhilfeverein sind, fahren wir jetzt wieder günstiger, nicht nur in der Beratergebühr. Die haben Normalbürger im Beratungsschwerpunkt. Für unseren Steuerberater waren wir nur kleine Fische und wenn/ weil er es mit der pünktlichen Abgabe beim FA nicht immer so genau nahm, mussten wir für seine Schlamperein noch Verzugszinsen zahlen, die von unsere Nachzahlung runter gingen..das Geld können wir besser gebrauchen!!!

Ja, wir versuchen nach Möglichkeit jm, der grad runter fliegt, den Paperkram in die Hand zu drücken, aber es kostet tatsächlich ansonsten DHL Gebühr hin oder her bzw auf alle Fälle Stempelgebühr. Und kostet ziemlich viel Nerven, es immer wieder zu erklären, wer wo unterschreiben und ausfüllen muß..und warum man die Auszahlungsbestätigung der Bank mitnehmen und aufbewahren muss...selbst Ansage via pn im fb ist keine Garantie, dass es klappt, dass es zuverlässig klappt.

Im Moment haben wir doch noch einen Profit, trotz der ganzen Umstände. Allerdings werden wir baw nur die Kosten für den Sohn absetzen können.
Meine Schwiegermutter ist zu gut im Alltag organisiert, damit kann das dt FA nix anfangen, es passt nicht in deren Konzept (Nichte holt Geld und Schwiegermu wohnt im Compound und für das FA muß sie zumindest alleine in einer eigenen kleinen Stadtwohnung wohnen, weil es könnte ja sein, dass das Geld gar nicht für sie, sondern für die anderen Compundbewohner wäre usw..da wurden uns indirekt Sachen unterstellt, wofür unsere Fantasie nicht reicht. Wirklich, es ist ein Hohn, denke ich, wie hart GG dafür arbeitet, dass er Geld schicken kann, was wir uns in D alles NICHT leisten können, teilweise eingeschränktere Lebensqualität und Familienleben und dann kommt das FA mit solchen Klöpsen an..)

Dann erst Recht will ich jeden Cent zurück haben, der uns zusteht!!!!
Teufel Teufel Teufel
08.12.2017 21:21 baobab69 ist offline E-Mail an baobab69 senden Beiträge von baobab69 suchen Nehmen Sie baobab69 in Ihre Freundesliste auf
Gaskiya





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Hi Baobab,

dann viel Erfolg. Ich finde diesen Papierkram immer dermaßen nervig. Aber wie gesagt, bei uns gab es da nie viel zu holen.

Das ist zwar OT, aber ich mache auch in der Forschung gerade die Erfahrung, wie weltfremd deutsche und europäische Bürokratien sein können. Habe die EU als Träger von einem großen und sehr teuren Projekt - und muss nun überzeugend darlegen, wie ich bei der Forschung in Ländern wie Zimbabwe, Togo und Gabun - die nicht mal Rechtsstaaten sind - die europäischen Datenschutzrichtlinien umsetze. Da ist schon etwas Fantasie gefragt großes Grinsen

Ich hatte den Spass schon immer mit den Reisekostenabrechnungen, O-Ton "Der Taxifahrer muss Ihnen irgendeine Quittung ausstellen" - ja, selten so gelacht. Habe es tatsächlich probiert, die Taxifahrer können ja oft nicht lesen und wissen gar nicht, was sie da unterschreiben. Die meisten machen es dann doch, wenn man es ihnen erklärt. Das lohnt naürlich nicht für die Cent-Beträge im Trotro, wo es auch noch den Verkehr aufhält Augenzwinkern

Es wäre zu schön, wenn da in den hiesigen Bürokratien mal ein klein bißchen Verständnis dafür aufbringen könnten, das es nicht überall so läuft wie hier. Aber das ist auch nicht ihr Job.
09.12.2017 11:07 Gaskiya ist offline E-Mail an Gaskiya senden Beiträge von Gaskiya suchen Nehmen Sie Gaskiya in Ihre Freundesliste auf
karo5100 karo5100 ist männlich



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Wer weiss denn, wie das aussieht, wenn die Zahlung z.B nach Kenia über MPESA läuft?
Da kann man inzwischen sogar eine CSV Datei runterladen, wo jeder zu- und Abgang drin steht...

__________________
Robert
09.12.2017 17:20 karo5100 ist online E-Mail an karo5100 senden Beiträge von karo5100 suchen Nehmen Sie karo5100 in Ihre Freundesliste auf
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Karo, bringst Du die noch auf Ideen? großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

Gaskiya, ich finde das Projekt interessant. Besonders in dem Zusammengang, wie ihn Karo anspricht. Mit dem Handy wird in vielen (afrikanischen) Ländern vieles betrieben, wo Datenschutzrichtlinen aus Europa wohl nicht passen würden. Und Datenschutz klassisch, hmm, erstmal muß man doch ein paar Grundlagen haben, wo man die anwenden könnte, ich denke ans Einwohnermeldeamt (Meldepflicht) oder Behördensachen allgemein (auch eine Steuererklärung) oder Patientendaten (krankenkasse, Ärzte), Bankgeheimnis (Privatkonten)..
09.12.2017 23:11 baobab69 ist offline E-Mail an baobab69 senden Beiträge von baobab69 suchen Nehmen Sie baobab69 in Ihre Freundesliste auf
Gaskiya





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Bei mir im Projekt geht es um personenbezogene Daten, die ich selber sammele und schützen muss, das ist alles sehr kompliziert. Ist aber hier OT.

Datenschutz hängt theoretisch nicht von Meldegesetzen oder so ab. Sicher haben die Anbieter wie Mpesa (kenne ich nicht, da kein Kenyabezug) irgendeine Art der Verifizierung und auch Schutz von Kundendaten, die angepasst sind an den lokalen Kontext. Bei Western Union haben sie ja auch Modelle für so was gehabt.

Man kann es ja bei den Finanzämtern erstmal versuchen, indem man so eine csv. Tabelle, screenshots etc. mit beilegt. Ob sie das akzeptieren, hängt vielleicht nicht so sehr davon ab, wie der Nachweis aussieht, sondern ob sie es generell für erstattungsfähig halten. Auf e-business werden die sich ohnehin irgendwann einstellen müssen.
10.12.2017 12:42 Gaskiya ist offline E-Mail an Gaskiya senden Beiträge von Gaskiya suchen Nehmen Sie Gaskiya in Ihre Freundesliste auf
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