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kizushi kizushi ist männlich



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Dabei seit: 06.09.2008
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Die gestohlene Kindheit (TV-Tipp) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        Zum Anfang der Seite springen

Zitat:

Niazwali ist 12. Ein Kind, das erwachsen sein muss. Zum Beispiel morgens: Wenn die Sonne über Kabul aufgeht, muss Niazwali los. Er sammelt Müll und verkauft das, was verwertbar ist. Vom Gewinn besorgt er Brot für die gesamte Familie. Er muss der Große sein, das Familienoberhaupt. Denn sein Vater liegt im Krankenhaus. Deswegen kümmert sich Niazwali jeden Morgen um seine Geschwister. Erst wenn sie losgegangen sind, darf er zur Schule. Doch konzentrieren kann er sich nur schlecht.

Vielen Kindern in Afghanistan wird die Kindheit gestohlen. Sie müssen früh arbeiten, und selbst wenn sie die Schule beenden, haben sie am Ende kaum Chancen. In einem Land, das von Krieg und Terror gequält wird. Afghanistan ist für Kinder einer der schlimmsten Orte, um geboren zu werden. Eine Million Mädchen und Jungen sind unterernährt. Krieg und Terror prägen die Kinder. Jedes vierte zivile Opfer in Afghanistan ist heute ein Kind.

Kinder sind oft die ersten Opfer. Zum Beispiel die Jungen, die vor den Toren Kabuls eingesperrt sind. Sie wurden von den Taliban missbraucht. Sollten sich als Selbstmordattentäter in die Luft sprengen. Nach der Gehirnwäsche ist es sehr schwer, sie wieder zu integrieren. Noch immer sagen viele dort, die Ausländer seien Feinde des Landes.

Vieles in Afghanistan hängt auch davon ab, ob man als Junge oder Mädchen geboren wird. Fatima wächst als Musawir auf. Sie täuscht vor, ein Junge zu sein. Ihre Eltern ziehen ihr Jungsklamotten an. Denn sie haben sich so sehr einen Sohn gewünscht, und die Nachbarn denken, wer nur Töchter bekommt, hat versagt. Also wird geschummelt, und Fatima darf ein Junge sein. Das hat Vorteile: Sie darf Fußballspielen und Eislaufen. Doch wenn die Pubertät beginnt, fällt das Lügengebilde zusammen.

Wenig ist gut für Kinder in Afghanistan. Sie wachsen auf mit Krieg und Terror und in bitterer Armut. So wie Razia. Sie lebt in einem Slum und hat im Gesicht einen Tumor. Doch manchmal entscheidet ein Zufall in Afghanistan. Denn sie traf auf der Straße einen Arzt, der sie kostenlos operieren will. Die Eltern können das am Anfang gar nicht glauben.

Niazwali erobert sich zumindest ein kleines Stück Kindheit. Denn regelmäßig zieht es ihn in den Kinderzirkus von Kabul. Dort darf gelacht und gespielt werden. Ein kurzer Moment, in dem das Glück steckt. Hinter Mauern und Stacheldraht.


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