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Geschrieben von baobab69 am 04.01.2018 um 19:44:

  Essen kommen!

Eine neue Frage, diesmal gehts ums Essen:

Wer bestimmt bei Euch, was gekocht wird, wer kauft ein, wer kocht (und hilft) und wie haltet Ihr es mit den jeweiligen Landesküchen? Kocht Ihr streng national/ traditionell Rezepte Eurer Heimat bzw Heimat des/ der ausländischen Partner/in? Oder eher nach den jeweiligen Vorlieben der Familienmitglieder? Oder nach bestimmten religiösen oder anderen Vorgaben? Oder ganz crossover?

Als Zusatzfrage, und damit es nicht nur bei der Theorie bleibt, was sind Eure Lieblingsrezpte?

Bevor mein Statement kommt, eß ich erstmal was.. großes Grinsen Augenzwinkern



Geschrieben von Dietmar am 05.01.2018 um 10:10:

  RE: Essen kommen!

Crossover kommt der Sache schon recht nah. Eine Mischung aus indischer, afrikanischer und deutscher Küche.
Aus religiösen Gründen irgendwas nicht zu essen, kann ich nicht nachvollziehen.

Wir essen alles, was uns schmeckt. Einzige Einschränkung ist die Laktoseintoleranz meiner Frau. Dieses Problem haben bekanntlich viele Menschen mit asiatischen Genen.

Eines meiner Lieblingsgerichte ist Biryani (indisch scharf, nicht deutsch scharf). Nicht zu verachten ist auch ein vernünftiges Steak mit Saza (Maisbrei).....



Geschrieben von Gaskiya am 05.01.2018 um 14:26:

 

Mit dem Ex hatte ich da sehr viel Glück. Der hat einfach alles gegessen, was ich gekocht habe. Ausser Kartoffelpüree, das war für ihn "Pampe". Sehr gern mochte er Kuchen, aber auch klösse und Rotkohl - auch im Sommer Augen rollen

Afrikanisch gekocht hat er hin und wieder, aber es hat immer nur so mittelmäßig geschmeckt. Der Wille zählt, und er hat es gut gemeint. Da gab es aber dann auch schon mal abgebrannten Reis, Pommes mit Zucker statt Salz, oder zur Unkenntlichkeit zerkochte Nudeln großes Grinsen

Der next mag Fisch. Da habe ich Nachholbedarf, das gab es bei
mir nicht so oft. Aber ich hatte auch noch keine Gelegenheit, für ihn zu kochen Augenzwinkern



Geschrieben von Gaskiya am 05.01.2018 um 14:29:

 

Bin gespannt auf deinen Beitrag, Boabab. Ich erinnere mich an ein extra-Fach im Kühlschrank. Das war doch bei euch, oder ? Augenzwinkern



Geschrieben von baobab69 am 05.01.2018 um 18:25:

 

Gaskiya, ja das waren/ sind wir. Und was "Pampe" betrifft, hmm, das dachte ich als ich das erste mal Fufu sah.. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

Also, bei uns ist das so. Als mich GG kennenlernte, war ich schon seit 15J (crossover) Vegetarierin, mehr oder minder konsequent. Er war Fleischesser (traditionell), mehr oder minder konsequent, denn das ein oder andere mal hab ich ihm vegetarische Ersatzprodukte untergejubelt und er hat es trotzdem gegessen. So diese Frikkos, McNuggets und so..
Inzwischen essen ich hin und wieder Geflügel und Fisch. Durch das Kind hat sich bei mir in der Einstellung ein bißchen was geändert.

Tendenziell sieht das so aus, dass er fleischlastige, traditionelle Kost bevorzugt, und es müssen ordentlich Öl, Zwiebeln, Pfeffer, Chillie und Salz (und Eier) drin sein (bloß kein Knofi, also Dönern gehen ist eine Herausforderung), egal ob afrikanisch oder deutsch. Gans mit Knödel, Soße und Rotkraut sind auch seine Favoriten. Das afrikanische Essen, meist light soupe oder andere, am liebsten mit Fufu, kocht er sich selbst. Die Suppe geht dann im großen Topf auf Vorrat in den Kühlschrank, darum die Nummer mit dem eigenem Fach.
Das wird jeden Abend nach der Arbeit aufgewärmt.
Fufu gibt es frisch dazu. Oder Reis oder Kartoffeln oder Nudeln..., was wir gegessen haben und ich für ihn mit gekocht habe. Wenn er großen Hunger hat bzw sehr müde von der Arbeit kommt, ißt er auch (sozusagen als Appetitanreger bis die Suppe erhitzt ist) auch das auf, was wir vom Essen übrig liessen, was noch in der Pfanne, im Topf, in der Tupperdose im Kühlschrank drin ist. Da kann dann auch schon mal was Gemüse oder Salat dabei sein, die er sich sonst niemals selbst zubereiten würde (manchmal schmuggel ich noch Tofuwürfel, Nüsse od ä drunter).
Kann sein, es ist Bamigoren TK Ware, oder Pizza (da isst er sogar meine selbstgemachte!) oder was auch immer, auch Spaghetti mit Soße (wobei er Ketchup bevorzugt, die Soße weglässt, es könnte doch Knofi drin sein, und bei den Spaghettis vorher noch mit der Schere durchgeht. Denn das mit dem Aufwickeln mag er nicht).
Ich improvisiere viel beim kochen, sehe Kochbücher als Inspiration an und traditionell -herzhafte- deutsche Küche, insbesondere mit Fleisch oder Frischfisch, kann ich nicht.
Was ich gut kann, sind vegetarische Curries (Gewürze lass ich mir aus Nepal mitbringen), aber die mag er gar nicht.
Meine Versuche afrikanisch-vegetarische Rezepte auszuprobieren, scheierten an den bescheidenen Möglchkeiten. Fufu ohne dieser Suppe geht nicht. Diese Suppe ohne Fleisch geht nicht. Also was gut geht (was ich kann) sind gebratene Kochbananen mit Reis und scharfe, selbst kreierte Bohnensoße dazu, aber so, dass es Europäer essen können. Oder ich kann das nachzukochen, was ich mir bei einer Freundin aus der Elfenbeinküste abgeguckt habe, die, die auf Festivals kocht. Auch vegetarisch. Und für Europäer.
Aber das ist dann eher was, was ich Gästen vorsetze, die davon ausgehen, dass wir doch ganz viel afrikanisch essen würden und die das gern mal kosten möchten. Gerne.
ZB Couscous mit Gemüseragout mit ordentlich Gewürzen drin und Plantain dazu. Vegetarisch.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

Übrigens, jetzt in den Ferien hab ich kindfrei, GG arbeitet lange. Und ich schwelge in "Erwachsenenkost spezial", was weder GG noch Kind mögen. Crevetten in Knofisoße. Räucherfisch. Schokoladensouflee. Calamares. Frau gönnt sich ja sonst nix. Augenzwinkern



Geschrieben von gurkibaer am 05.01.2018 um 22:39:

 

Ach Baobab, das ist aber eine peinliche Frage. Oder eher die Antwort darauf. Ich kochte rund zehn Jahre Hausmannskost für den Eigengebrauch. Für auswärts essen zu gehen war mir das Geld zu schade ;-)

Ja, und dann teilten wir uns die Aufgaben: kochen, putzen und so. Das ging gut, bis die Gurkibärin sah, wie ich putzte (dass nachher sauber war, war egal). Ähnlich beim Kochen. Dort war es aber der Geschmack. Schweizer Essen war einfach nicht gut. Das war das Vorurteil. Denn seit die afrikanische Köchin im Hause die wohl oder übel heruntergewürgten helvetischen Menüs kocht, sind seien plötzlich geniessbar, meint Frau G. (Das Hauptproblem ist eher, dass ich erst am Schluss die Küche putze und abwasche und nicht alle 10 min dazwischen.) Als routinierte Köchin hat sie das gewisse Etwas und sicher ist es mit mehr Liebe zubereitet: Zucchetti, Gerste, Risotto, Rösti, geschwellte Kartoffeln, Teigwaren (bei uns sind Nudeln nur die kurzen breiten), Pizza, Polenta und die besten Wähen weit und breit. Nur beim Blumenkohl und beim Broccoli gehen die Geister betreffend Würze und Weichheit auseinander. Und wenn sie sagt, ich sei dann wieder einmal mit kochen dran, kocht sie vor, dass ich es dann doch wieder nur aufwärmen darf. (Erstaunlich, dass ich mit Sohn eine Woche alleine in den Ferien überlebt habe.) Nur Linsen darf ich weiterhin selber kochen. Und alle Früchtekompotts einmachen, die Konfitüren auch. Sowie Kuchen backen und Weihnachtsgebäck - ausser kongobelgischen Waffeln...

Ihre Rezepte sind fritierte Bananen, Reis mit allerlei Saucen (Kürbiskern; Tannennadeln, pardon Fumbwa = feingehackte Manjokblätter in Palmöl schwimmend - heute als CH-Variante mit 50% weniger Öl; Kwanga (zu deutsch Manjokbrot); Mpundu (spinatähnliches Gericht aus Manjokblättern), Manjokwurzeln; Poulet Muambe; diverse Bohnen (nur nicht lange grüne), Fufu (aber ja nicht mit Milch und Weinbeeren!); u.a.m. Dann ernten wir in der Seeanlage Ngai ngai (Amarant), bevor die Gemeindeangestellten das nach der Blüte einfach ummähen... prima Blattgemüse, wird im Afrikanerladen gegen Gold aufgewogen.

Spannend dann die Fusionsküche: Afrikanische Saucen mit Schweizer Gemüse; Manjokrösti; Couscous (hat Frau G. bei ihrem Mann entdeckt). Entsprechend sind die Lieblingsessen von Gurkibärlein Apfelwähe und fritierte Bananen. Beides ohne nichts (=keine Beilagen).



Geschrieben von fantale am 06.01.2018 um 11:10:

 

Unsere Küche?
Alles außer den meisten Fischen und Pilzen - zubereitet wie auch immer.
Unsere Lieblingsküche ist aber thailändisch. Wirk kochen so viele Gerichte, dass ich es gar nicht listen kann aber unser Lieblingscurry ist Panang (Hendl oder Schwein, mit oder ohne Kokosmilch).
Gegrillt wird auch viel - Hendl, Schweine- oder Rindfleisch, Thun-, Hai- oder Schwertfischsteak, Lachssteak usw usw.
Als Beilagen gibt's meist Reis aber auch Teigwaren, Kartoffel, Couscous, Kochbananen, Brot oder Semmeln......



Geschrieben von inga am 06.01.2018 um 15:13:

  RE: Essen kommen!

Bei uns gab es - außer Eiern, gegen die ich hoch allergisch bin - ein wildes Durcheinander. Nur für ihn gab es aber auch mal Rührei oder Leber (igitt) zum Frühstück.

Wenn er Esseen gemacht hat war das auch keine klassische gambische Küche, sondern eher Fleisch mit Zwiebeln, unter dem Backofengrill gegart, oder Erdnussreis: Einfach unter gekochten Reis Erdnussbutter und etwas Olivenöl rühren. Dazu natürlich Fleisch. Er hat sich immer auf Weihnachtn gefreut. Ente, Rotkohl und Knödel hat er geliebt.

Ich esse eher Garnelen als Fleisch. Meist nur am Sonntag, wenn eine der Enkelinnen hier ist. Mein Hit war Föhr, frische Krabben ohne was dazu auf dem Markt in den Mund stopfen. Herrlich. Da bin ich ein echtes Nordlicht.



Geschrieben von jes am 07.01.2018 um 10:07:

 

Ich habe in der Zeit mit meinem Ex 10 kg zugenommen geschockt
Er konnte großartig kochen und wir haben es uns immer schön gemütlich gemacht, hübsch vorbereitet etc..
Was gabs: Tajine, Fleisch gebrutzelt, Pizza selbst gemacht. Dazu viel Salat und Gemüse auf Wunsch einer einzelnen Dame Augenzwinkern
Und Fisch konnte er zubereiten, ganze Fische, herrlich.

Leider neigte er auch zu Sahnetorten, die hatte ich jahrelang aus Vernunftsgründen gemieden...

Und diese Gans mit Rotkohl und Klößen musste ich erst lernen, die habe ich vorher immer bei Muttern bekommen aber nie selbst gemacht, die musste es unbedingt an Weihnachten geben. Seine Ma in Marokko hat sie bei unserem Besuch auch (unter Druck) gemacht, naja großes Grinsen

Ich mache gerne Nudeln mit leckeren Soßen, Garnelen, Lachs oder auch ohne Fisch/Fleisch, alles was schnell geht.
Er hat stundenlange gebrutzelt, geschnibbelt und sogar aufgeräumt smile

Getrennte Fächer? Ne, wir haben beide vom andern probiert und profitiert (wenigstens beim Essen...)



Geschrieben von jes am 07.01.2018 um 10:13:

  RE: Essen kommen!

@inga
Mein Ex hat auch gern mal zum Frühstück die Reste vom letzten Abend aufgewärmt Augen rollen für mich ein Graus.



Geschrieben von yaaba am 18.01.2018 um 09:45:

 

Wir essen gemischt. Mein Mann liebt die deutsche Küche. Ich esse allerdings auch gerne afrikanisch. Allerdings kochen wir nicht mehr so scharf. Beim Frühstück muss für meinen Mann immer ein gekochtes Ei dabei sein. er isst auch gerne Rinderzunge oder Kutteln. Da steh ich nicht so drauf. Meine Mutter hat dann vor kurzem Kutteln für ihn gekocht. Sie isst das auch gerne und hat selten Gelegenheit Kutteln zu kochen. So habe ich beide glücklich gemacht.


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